Ich habe am Abend vor meiner Untersuchung beim Urologen zwei Bier getrunken und danach noch einen Kaffee. Drei Monate vorher hatte ich nach dem Pinkeln noch 95 Milliliter in der Blase, und er hatte angefangen, über eine Operation zu reden. Diesmal waren es 15. Sie haben mich dreimal messen müssen, bevor er es geglaubt hat. Ich heiße Jürgen Prahl. Ich bin 64. Vergrößerte Prostata seit sechs Jahren. Drei Monate vorher saß ich bei Dr. Rehberg in Lüneburg und er hat mir gesagt, dass es so nicht weitergeht. Restharn 95. So heißt das, was nach dem Pinkeln in der Blase zurückbleibt. Der höchste Wert, den ich je hatte. Harnfluss neun. Und der Fragebogen mit den sieben Fragen, den man dort jedes Mal ausfüllt: 21 Punkte von 35. Er hat auf den Bildschirm geguckt und gesagt: „Wenn die anderen Männer schon beim nächsten Bier sind, stehen Sie immer noch am Urinal.“ Er meinte das nicht böse. Er hatte ja recht. Dann hat er gesagt, wenn das beim nächsten Termin in drei Monaten nicht besser ist, kommt eine zweite Tablette dazu, oder wir reden über eine Operation. Was davon, das entscheidet er. Aber eins von beidem würde kommen. Die zweite Tablette heißt Finasterid. Ich bin aus der Praxis raus und mir war schlecht. Im Auto habe ich den Beipackzettel auf dem Handy gelesen. Weniger Lust. Erektionsstörungen. Niedergeschlagenheit. Ich wollte keine Operation. Ich kenne das Ergebnis. Mein Schwager Reiner hat sich vor vier Jahren operieren lassen. Er ist 68. Seitdem trägt er Einlagen. Und das andere ist seitdem ganz vorbei. Das hat er mir einmal gesagt, an Silvester, und danach nie wieder. Ich nahm schon Tamsulosin. Seit zwei Jahren, jeden Abend. Im Jahr davor hatte mir mein Hausarzt noch etwas für den Blutdruck verschrieben. Zwei Tabletten am Tag. Und unter beiden ging es weiter bergab. Ich musste nachts raus. Dreimal. In schlechten Nächten viermal. Halb zwei, drei, vier. Um vier ist Pinkelzeit, ob ich will oder nicht. Ich habe seit über einem Jahr nicht eine Nacht durchgeschlafen. Der Strahl kam nicht mehr richtig. Ich musste drücken, damit überhaupt was kommt. Dann brach er mittendrin ab, und ich stand da und wartete. Und dann kam nach dem Anziehen noch der Rest. Diese kleinen Tropfen, zwei Minuten später, wenn man die Hose schon zu hat. Ich bin Vermessungstechniker beim Landkreis. Ich bin den ganzen Tag draußen und muss ungefähr jede Stunde. Ich habe angefangen, jede Fahrt vorher im Kopf durchzugehen. Wo ist unterwegs eine Toilette. Wie lange halte ich es bis dahin. Dahinter steckte eine Angst, über die ich mit keinem geredet habe. Ein Kollege von mir ist eines Nachts aufgewacht, und es ging gar nichts mehr. Kein Tropfen. Notaufnahme, Katheter, zwei Wochen mit einem Beutel am Bein. Einmal stand ich zwei Stunden auf der A7 im Stau, mit voller Blase. Als ich endlich an der Raststätte war, kam erst mal nichts. Ich stand da und habe nur an den Beutel gedacht. Seitdem fahre ich nicht mehr auf die Autobahn, ohne vorher noch mal zu gehen. Die Autobahn konnte ich planen. Den Acker nicht. Im Oktober waren wir zu zweit auf einem Acker bei Amelinghausen, ich und unser Azubi. Mitten in der Messung musste ich. Sofort. Bis zum Graben waren es vielleicht vierzig Meter. Ich habe es nicht ganz geschafft. Der Junge hat so getan, als hätte er nichts gesehen. Den Rest des Tages bin ich im Auto geblieben. Seitdem habe ich mich bei jeder Besprechung ans Ende der Reihe gesetzt, direkt neben die Tür. Beim Doppelkopf am Freitag habe ich seit drei Jahren Alkoholfreies getrunken. Ein Bier am Abend hieß viermal raus in der Nacht. Die anderen haben irgendwann nicht mehr gefragt. Morgens war ich gerädert. Um zehn habe ich im Dienstwagen die Augen zugemacht, nur fünf Minuten. Mein Blutdruck kroch hoch, obwohl ich die Tablette nahm. Mein Hausarzt hat von einer zweiten angefangen. Und dann war da noch das, was ein Mann in meinem Alter nicht gerne aufschreibt. Ich schreibe es auf, weil die Geschichte sonst nicht stimmt. Es ging seit über zwei Jahren nicht mehr. Morgens schon gar nicht. Mehr sage ich dazu nicht. Mein Körper ist mir Stück für Stück abhandengekommen, und die Antwort meines Urologen war eine weitere Tablette, die mir noch mehr nimmt. Oder eine Operation. Ich wollte beides nicht. Dabei hatte ich in den sechs Jahren davor auf eigene Faust schon alles versucht. Sägepalme. Sechs Monate. Nichts. Kürbiskernkapseln. Drei Monate. Nichts. Brennnesselwurzel, weil das in einem Forum stand. Nichts. Ein Kombipräparat aus der Apotheke für 39 Euro. Zwei Monate. Geld rausgeschmissen. Ab acht Uhr abends nichts mehr getrunken. Sechs Wochen lang. Ich bin durstig ins Bett gegangen und trotzdem zweimal raus. Beckenbodenübungen aus einem Video. Jeden Morgen. Ich habe es sechs Wochen durchgezogen. Nichts davon hat an einer einzigen Nacht etwas geändert. Dr. Rehberg hat dazu jedes Mal gesagt, dass das in meinem Alter nun mal so läuft. Dass die Prostata wächst und dass man irgendwann eben etwas machen muss. Zehn Minuten. Ultraschall, Rezept, der Nächste. Jedes Mal nimmt er auch Blut ab, wegen dem PSA. Bis der Wert da ist, schlafe ich noch schlechter als sonst. Dass das Tamsulosin schwindelig macht, hat er mir nie gesagt. Das habe ich gemerkt, als ich eines Morgens neben dem Bett auf dem Teppich saß. Ich war 64. Ich hatte das seit sechs Jahren. Ich hatte alles probiert, was ich finden konnte, und nichts hat sich bewegt. Mein Urologe wollte operieren. Ich habe angefangen zu denken, dass es da keinen Ausweg gibt. Dann kam ein Abend im Februar. Meine Frau heißt Heike. Sie ist 62. Wir sind seit achtunddreißig Jahren verheiratet. Heike liegt neben mir. Sie weiß genau, wie oft ich nachts aufstehe, auch wenn ich mir Mühe gebe, leise zu sein. Irgendwann hat sie sich Ohrstöpsel gekauft. Gesagt hat sie nichts. Sie hatte ein Jahr lang zugesehen. Sie hat mich nicht gedrängt. Sie hat nur irgendwann aufgehört zu fragen, wie es beim Urologen war. An dem Abend im Februar saß sie am Küchentisch mit dem Laptop und einem Stapel Ausdrucke. "Jürgen. Setz dich mal hin. Ich will dir zeigen, was ich gelesen habe." Sie hatte wochenlang gelesen. Das wusste ich nicht. Ich habe mir einen Kaffee genommen und mich hingesetzt. Ich war ihr das schuldig. Sie hat den Laptop umgedreht. "Deine Tabletten gehen nicht an das ran, was bei dir kaputt ist. Ich erklär dir, was ich verstanden habe." Sie hat eine Zeichnung aufgemacht. "Deine Prostata hängt an ganz feinen Gefäßen. Da kommt ihr Blut durch. Sauerstoff, Nährstoffe, alles, wovon sie lebt." Das wusste ich nicht. Ich hatte nie darüber nachgedacht, dass da überhaupt Blut hinmuss. "Eine Arterie ist kein Rohr, Jürgen. Sie ist innen mit einer hauchdünnen Schicht ausgekleidet, und die ist empfindlich. Salz, verarbeitete Fette, Konservierungsstoffe – die reizen sie. Nicht dramatisch, nicht auf einmal. Aber jeden Tag, jahrzehntelang." Sie hat auf die Zeichnung getippt. "Und eine gereizte Wand bleibt nicht glatt. Sie wird rau. An rauen Stellen bleibt etwas hängen. Erst Cholesterin. Dann lagert sich Kalzium darauf ab, derselbe Stoff, aus dem Knochen sind. Über Jahre wird daraus eine feste Stelle in der Gefäßwand." "Der Durchlass wird enger und enger." Sie hat mich angesehen. "Und wo soll das Blut dann noch herkommen, Jürgen?" Ich habe die Antwort gespürt, bevor sie sie gesagt hat. "Nirgendwoher. Deine Prostata bekommt seit Jahren weniger, als sie braucht. Sie entzündet sich. Sie schwillt an. Das Gewebe wird dicker und härter." "Und ja, ich weiß, wie das klingt. Etwas, das zu wenig kriegt, müsste doch kleiner werden. Wird es aber nicht. Wenn Gewebe zu wenig bekommt, entzündet es sich. Und entzündetes Gewebe schwillt an. So wie jede Stelle am Körper, die sich entzündet." "Und eine geschwollene, harte Prostata drückt auf deine Blase. Sie quetscht die Harnröhre zusammen. Und sie schneidet genau das Blut ab, an dem alles andere hängt." "Und das ist das Fiese daran, Jürgen. Zu wenig Blut macht die Prostata dick. Und die dicke Prostata drückt auf genau die Gefäße, die sie versorgen sollen. Das füttert sich selbst. Deshalb wird es jedes Jahr ein bisschen schlimmer und nie von allein besser." "Und da kommt das alles her. Dass du nachts dreimal raus musst. Dass du erschöpft bist, obwohl du liegst. Dass du vor jeder Fahrt überlegst, wo die nächste Toilette ist." "Und dein Blutdruck. Wenn die Gefäße eng und steif sind, muss dein Herz härter pumpen, damit dasselbe durchkommt. Mehr misst die Manschette gar nicht." Sie hat kurz nichts gesagt. "Und das, worüber wir nicht reden. Das kommt da auch her." Ich habe die Tasse abgesetzt. Sie wusste nicht, dass der Strahl mittendrin abbricht. Sie wusste nichts von dem Tropfen zwei Minuten nach dem Anziehen. Davon hatte ich ihr nie erzählt. Sie hatte trotzdem recht. Es waren sieben Sachen, und sie kamen alle von derselben Stelle. "Und deine Tabletten?" "Tamsulosin entspannt den Muskel um die Harnröhre, damit sie nicht so zusammengedrückt wird. Es tut nichts gegen den Grund, warum die Prostata geschwollen ist. Sie schwillt weiter, während du es nimmst." Sie hat eine neue Seite aufgemacht. "Und die Operation schneidet das geschwollene Gewebe weg. Sie rührt nicht an, warum es geschwollen ist. Deshalb kommt es bei manchen wieder." "Und Sägepalme?" "Sägepalme arbeitet an den Hormonen. Kürbiskern und Brennnessel arbeiten an der Entzündung in der Prostata selbst. Keines davon geht an die Gefäße." "Deswegen hat nichts davon lange geholfen." Da ist bei mir etwas gekippt. Sechs Monate Sägepalme. Drei Monate Kürbiskern. Sechs Wochen ab 8 Uhr nichts trinken. Ich hatte sechs Jahre lang an der falschen Stelle gesucht. "Und was soll ich jetzt machen?" Sie hat die nächste Seite aufgemacht. Da war ein Foto von Knoblauch drauf. Ich habe gelacht. Ich habe wirklich gelacht. "Heike. Knoblauch." "Hör mir zu." "Frischer Knoblauch enthält Allicin. Das ist der Stoff, der riecht. Er ist instabil, er zerfällt schnell und übersteht die Magensäure kaum. Deshalb bringen normale Knoblauchkapseln vor allem eine Fahne." "Aber wenn man Knoblauch 24 Monate lang in völliger Dunkelheit reifen lässt, entsteht etwas anderes. Eine Verbindung, die es im frischen Knoblauch praktisch nicht gibt. Sie heißt S-Allyl-Cystein." "Sie ist stabil. Sie ist geruchlos. Und sie kommt im Blut an." Sie hat auf den Ausdruck getippt. "Und sie arbeitet genau da, wo bei dir das Problem sitzt. An der Gefäßwand. Und zwar in derselben Reihenfolge, in der der Schaden entstanden ist. Nur rückwärts." "Obenauf sitzt das Kalzium. Das ist die harte Schicht. Die löst sie aus der Wand heraus." "Und das Kalzium muss irgendwohin. Dafür ist Vitamin K2 dabei. Das lenkt es dahin, wo Kalzium hingehört. In die Knochen, nicht in die nächste Gefäßwand." "Darunter liegt das Cholesterin, das über die Jahre hart geworden ist. Das baut sie ab." "Und ganz unten sitzt die Reizung in der Gefäßwand, mit der alles angefangen hat. Die beruhigt sie. Damit nicht bei jeder Mahlzeit wieder von vorne losgeht, was sie gerade weggeräumt hat." "Drei Schichten. Drei Schritte. Und die Stelle in der Wand wird kleiner." "Und wenn die Stelle kleiner wird, geht der Durchlass wieder auf. Blut kommt zurück. Die Prostata bekommt wieder Sauerstoff. Die Schwellung geht runter." "Und das Q10 ist für den Herzmuskel. Der pumpt seit Jahren gegen zu enge Gefäße an. Das kostet Kraft, und Q10 ist das, woraus er sie zieht." Ich war eine Weile still. Dann habe ich gefragt, warum das sonst keiner macht, wenn es so einfach ist. "Weil es zwei Jahre dauert. Wer heute eine Charge ansetzt, sieht den ersten Euro in zwei Jahren. Zwei Jahre Geld, Lagerfläche und Arbeit, bevor überhaupt etwas zurückkommt." "Das macht keiner freiwillig, Jürgen. Das macht nur jemand, der es nicht anders machen will." Da habe ich zum ersten Mal richtig hingehört. "Heike. Ich hatte mal Knoblauchkapseln. Vor drei Jahren, aus der Drogerie. Da ist nichts passiert." Sie hat genickt. Damit hatte sie gerechnet. Sie ist aufgestanden und an den Küchenschrank gegangen. Die alte Dose stand noch ganz hinten. Halb voll. Sie hat eine Kapsel herausgenommen und sie gegen die Lampe über dem Tisch gehalten. Hellgelb. Klar wie Sonnenblumenöl. "Das ist Knoblauchöl. Da ist kein nennenswertes S-Allyl-Cystein drin. So was wird ein paar Wochen gereift, manchmal ein paar Monate. Nicht die Zeit, die es braucht." "Echter gereifter Extrakt ist dunkel bernsteinfarben. Fast wie Waldhonig. Das siehst du mit bloßem Auge. Dafür brauchst du kein Labor und musst keinem Menschen glauben." "Und roher Knoblauch?" "Bringt es auch nicht. Der geht dir auf den Magen und ist nach einer Stunde wieder draußen." Sie hat einen Namen auf einen Zettel geschrieben und ihn mir über den Tisch geschoben. Knovita. Von einer Firma aus Deutschland, die Vusilia heißt. "Das ist das einzige, bei dem alles stimmt. Vierundzwanzig Monate im Dunkeln gereift. Standardisiert auf S-Allyl-Cystein, der Gehalt steht auf der Packung. Dazu Vitamin K2 als MK-7, damit das gelöste Kalzium in den Knochen landet und nicht wieder in den Gefäßen. Und Coenzym Q10 als Ubiquinol für den Herzmuskel, der seit Jahren gegen die engen Gefäße anpumpt. Laborgeprüft, hergestellt in Deutschland." Ich habe auf den Zettel geguckt. Dann habe ich meine Frau angeguckt. Ich hatte kein Argument mehr. Ich habe noch am selben Abend bestellt. Nicht, weil ich ihr geglaubt habe. Weil sie wochenlang für mich gelesen hatte. Am nächsten Morgen habe ich in der Apotheke gefragt, ob sich das mit meiner Blutdrucktablette und dem Tamsulosin verträgt. Tut es. Ich soll am Anfang nur öfter messen. Es kam am Donnerstag darauf. Ich habe als Erstes eine Kapsel gegen dieselbe Küchenlampe gehalten und die alte aus dem Schrank danebengehalten. Das ist kein kleiner Unterschied. Das sind zwei völlig verschiedene Farben. Zwei Weichkapseln morgens zum Frühstück. Das war alles. In Woche 1 kam etwas zurück, das ich zuerst nicht benennen konnte. Nichts Großes, nicht wie Kaffee. Einfach ein bisschen mehr Boden unter den Füßen. In Woche zwei musste ich nachts nur noch zweimal raus. Ich habe es mir nicht aufgeschrieben, ich habe es erst am Wochenende gemerkt. In Woche drei kam der Strahl wieder durch, ohne abzubrechen. Das war der erste Moment, wo ich wirklich stutzig wurde. In Woche vier war der Tropfen nach dem Anziehen weg. Ich habe noch zwei Wochen darauf gewartet, dass er wiederkommt. In Woche fünf habe ich zum ersten Mal seit über einem Jahr durchgeschlafen. Ich bin um zwanzig nach sechs aufgewacht und habe eine Weile gebraucht, um zu begreifen, was daran anders war. In Woche sechs bin ich von Salzhausen nach Bremen gefahren und wieder zurück, ohne einmal anzuhalten. Ich hatte mir vorher trotzdem im Kopf zurechtgelegt, wo die Rastplätze sind. Aus Gewohnheit. In Woche acht bin ich an einem Dienstag wach geworden und habe erst mal eine Weile so dagelegen. Ich hatte nicht gewusst, dass mir das fehlt, bis es wieder da war. Heike ist wach geworden. Sie hat auf die Decke geguckt und angefangen zu lachen. "Na so was", hat sie gesagt. Mehr schreibe ich dazu nicht. In Woche zehn habe ich zu Hause den Blutdruck gemessen. 127 zu 79. Vor der ersten Kapsel waren es 146 zu 90. In Woche zwölf stand der Termin an, den Dr. Rehberg mir gesetzt hatte. Die drei Monate waren um. In der Praxis sagen sie einem das Gleiche wie jedem. Morgens normal trinken, nicht übertreiben, kein Alkohol am Abend davor. Ich hatte zwölf Wochen lang zugesehen, was diese Kapseln mit meinen Nächten machen. Ich wollte es wissen. Also habe ich am Abend vorher zwei Bier getrunken. Und danach noch einen Kaffee. Wer über sechzig ist und Ärger mit der Prostata hat, weiß, was das normalerweise bedeutet. Das ist die Nacht, in der man viermal raus muss. Wieder zwanzig nach sechs. Einmal raus in der ganzen Nacht. Am nächsten Vormittag war ich in der Praxis. Frau Timm macht dort die Messungen. Sie ist da seit Jahren, sie kennt mich. "Herr Prahl, haben Sie sich an die Hinweise gehalten?" "Nicht ganz. Zwei Bier gestern Abend und einen Kaffee danach." Sie hat von ihrem Bildschirm aufgesehen. "Das ist nicht Ihr Ernst." "Doch. Messen Sie bitte trotzdem." Sie hat mich lange angeguckt. Dann hat sie etwas auf den Bogen geschrieben und gemessen. Erst den Harnfluss. Dann den Restharn mit dem Ultraschall. Dann hat sie es noch einmal gemessen, ohne dass ich etwas sagte. Ich habe im Wartezimmer gesessen. Dr. Rehberg hat mich zwanzig Minuten später reingerufen. Er hatte meine Akte offen. Er hat auf den Bildschirm gesehen. Dann auf mich. Dann wieder auf den Bildschirm. Er hat mich zurück zu Frau Timm geschickt und noch einmal messen lassen. Sie hat noch einmal gemessen. Sie hat dabei nichts gesagt. Dieselben Werte. Er hat den Monitor zu mir gedreht. Restharn 15 Milliliter. Drei Monate vorher 95. Der Fragebogen. Beim letzten Mal einundzwanzig Punkte. Diesmal sechs. Mein Harnfluss war von neun auf siebzehn Milliliter pro Sekunde gestiegen. Mein Blutdruck an dem Tag: 128 zu 80. Er hat mich angesehen. "Was machen Sie?" Ich habe es ihm erzählt. Heike. Der Küchentisch. Die Ausdrucke. Die Gefäße, die die Prostata versorgen. Die vierundzwanzig Monate. Die Farbe der Kapsel. Knovita. Er hat mir eine Viertelstunde zugehört, ohne mich zu unterbrechen. Danach war er eine Weile still. Dann hat er gesagt: "Schicken Sie mir das. Das möchte ich mir ansehen." Ich habe ihm den Link am selben Nachmittag geschickt. Über eine Operation haben wir nicht mehr geredet. Über das Finasterid auch nicht. Vier Wochen später hat er das Tamsulosin auf die halbe Dosis gesetzt. Mein Hausarzt hat von der zweiten Blutdrucktablette nichts mehr gesagt. Er hat nur gefragt, was ich anders mache. Ich schreibe das hier auf, weil ich genau weiß, wie es dir gerade geht, wenn du über sechzig bist. Wenn du seit Jahren nachts rausmusst, wenn du die Sägepalme und die Kürbiskerne durch hast, wenn dein Urologe dir sagt, dass das eben das Alter ist und dass man irgendwann operiert – dann passiert in deinem Körper genau das, was in meinem passiert ist. Die feinen Gefäße, die deine Prostata mit Blut versorgen, sind über Jahre enger geworden. Es kommt zu wenig an. Zu wenig Sauerstoff, zu wenig von allem, wovon sie lebt. Sie entzündet sich, sie schwillt, sie wird hart. Und dann drückt sie auf alles, was um sie herum liegt. Deine Prostata ist nicht einfach größer geworden. Sie verhungert. Das Tamsulosin macht den Muskel weich, damit du besser durchkommst. Es rührt die Ursache nicht an. Die Sägepalme arbeitet an Hormonen, die nicht dein Problem sind. Und die Operation schneidet das Ergebnis weg, nicht den Grund. Keines davon bringt das Blut zurück. Was es zurückbringt, ist S-Allyl-Cystein. Und das entsteht nur, wenn Knoblauch vierundzwanzig Monate im Dunkeln reift. Das Präparat, das meine Frau gefunden hat, heißt Knovita und ist von Vusilia. Gereifter Knoblauchextrakt, vierundzwanzig Monate im Dunkeln, standardisiert auf S-Allyl-Cystein, dazu CoQ10 als Ubiquinol und Vitamin K2 als MK-7. Laborgeprüft, hergestellt in Deutschland. Zwei Weichkapseln morgens zum Frühstück. Mehr ist es nicht. Keine Ernährungsumstellung. Kein Verzicht. Nichts, was man vergessen könnte. Und kein Abo. Du bestellst nur, wenn du willst. Sie geben 100 Tage Garantie. Wenn sich in diesen 100 Tagen nichts bei dir tut, schickst du die Packung zurück und bekommst jeden Cent wieder. Ohne Werte, ohne Begründung, ohne Formular. Das war ehrlich gesagt der Grund, warum ich es überhaupt probiert habe. Ich habe mit 64 keine Lust mehr, Firmen Geld für Sachen zu geben, hinter denen sie nicht stehen. Hier findest du es: https://vusilia.de/products/knovita Ich bin 64 Jahre alt. Vor vier Monaten hat mein Urologe über eine Operation geredet, und ich habe an meinen Schwager mit seinen Einlagen gedacht. Gestern Nacht habe ich durchgeschlafen. Nach zwei Bier. Heike hat wochenlang für mich gelesen, ohne dass ich es gemerkt habe. Ich wünsche dir jemanden, der das für dich tut. ~ Jürgen Prahl, 64, Salzhausen bei Lüneburg PS. Heike nimmt es seit zwei Monaten selbst. Nicht wegen der Prostata, die hat sie ja nicht. Wegen ihrer Beine, die abends immer schwer waren. Sie sagt nicht viel dazu, sie ist keine, die viel sagt. Am Küchentisch hat sie damals mehr geredet als sonst in einem ganzen Jahr. Aber sie hat letzte Woche den Garten gemacht und musste sich nicht hinsetzen. PPS. Bitte setz deine Tabletten nicht ab, wenn das Paket bei dir ankommt. Nimm es morgens dazu. Lass messen. Und lass deinen Arzt entscheiden, wann er etwas reduziert, so wie Dr. Rehberg es bei mir gemacht hat. Und wenn du etwas Verschreibungspflichtiges nimmst, frag vorher in deiner Apotheke. Fünf Minuten. Die Leute dort haben deine Unterlagen vor sich und ich nicht. PPPS. Wenn du auf die Seite gehst und gerade nichts da ist, liegt das an den vierundzwanzig Monaten. Die lassen sich nicht beschleunigen, egal wie viele Leute bestellen. Es gibt immer nur die Menge, die vor zwei Jahren angesetzt wurde. Ist eine Charge weg, dauert es, bis die nächste fertig ist. Ich schreibe das nicht, um dich zu drängen. Lass dich bei einer Gesundheitssache von niemandem drängen, auch nicht von mir. Ich schreibe es, damit du weißt, woran es liegt, wenn du vor einer leeren Seite stehst. https://vusilia.de/products/knovita
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